Wussten sie schon...?

…dass die Yburg einst Eibenburg hieß?

  • Ursprünglich nannte man das weithin sichtbare Gebäude Eibenburg, was allmählich über Yberg zur heutigen Bezeichnung Yburg wurde. Die im 14. Jahrhundert als reine Wohnburg erbaute Burg besitzt keine Verteidigungsanlagen und wurde ab 1690 gar nicht mehr bewohnt. 1759 wurde die Burg durch Herzog Carl-Eugen von Württemberg bis auf die vier Außenwände abgebrochen.
    Seit April 2011 wird die Yburg wieder bewohnt: Die 15 Bronzeplastiken von Karl-Ulrich Nuss locken Kunstliebhaber, Spaziergänger und Fotografen auf die Halbhöhenlage in Stetten.

    2016-06-13_Yburg_c_Remstal-Route


...warum alle Fellbacher "Moiakäfer" heißen?

  • Die Fellbacher tragen den Spitznamen „Moiakäfer“ – aber warum eigentlich? Eine Geschichte besagt, dass in der Zeit, als Treibjagden noch Privileg der Herrscher waren, Herzog Ulrich zu solch einer nach Fellbach kam. Die teilnehmenden Bürger erschienen allesamt in ihrer einheitlichen, sonntäglichen Tracht. Und wie die Leute da nun in Reih und Glied brav vor dem Rathaus standen, soll der Landsherr amüsiert ausgerufen haben: „Einer sieht dem andern gleich, wie die Maikäfer!“ So jedenfalls sagt es die Überlieferung, die in der Kappelbergstadt in vielen Varianten kursiert…
    (Quelle: Stadt Fellbach/facebook)

...dass mit den Remstälern gut Kirschen essen ist?

  • In der Mitte des 19. Jahrhunderts war das Remstal weit über seine Grenzen hinaus als Anbaugebiet für Kirschen bekannt. Diese wurden allabendlich mit der Remsbahn vom Bahnhof Endersbach aus bis nach München exportiert. In Strümpfelbach wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts ein Kirschmuttergarten angelegt, in dem es auch heute noch zur Zeit der Kirschblüte besonders schön ist, die meist Ende April/Anfang Mai liegt. Und auch wenn heute nicht mehr alle alten Kirschsorten angebaut werden, so ist mit den Remstälern doch immer noch gut Kirschen essen!

    Kirschblüte

...dass es im Remstal einen Liederweg gibt?

  • „Von Friedrich Silcher zu Gotthilf Fischer“ – nicht ohne Grund ist dies das Motto des 6 Kilometer langen Weinstädter Liederwegs: Der Volkslieder-Komponist Friedrich Silcher wurde 1789 im Weinstädter Stadtteil Schnait geboren und Gotthilf Fischer, Komponist und Leiter der legendären Fischer-Chöre, lebt in Weinstadt. Von Beutelsbach aus spaziert man bequem durch Rebhänge hinauf zum Aussichtspunkt „Drei Riesen“ und von dort übers Silcher-Museum in Schnait zurück zur Gemeindehalle. Die 15 Liedtafeln laden den Wanderer zum Singen unter freiem Himmel ein. Eine Begleitbroschüre gibt‘s in den Weinstädter Rathäusern.

    Weinstädter_Liederweg

…dass Remsus am Remsufer wacht?

  • Seit neun Jahren ist der Flussgott Remsus nun „Schorndorfer“ – und das gleich doppelt: Die kopflose Original-Skulptur ziert den Saunagarten des Oskar-Frech-Bades. Die vom Bildhauer Traub angefertigte und ergänzte Kopie hat im Röhm ihren Platz direkt an der Rems gefunden. Der steinerne Remsgott wurde einst mit viel Engagement der Remstal-Freunde aus dem Sindelfinger Herrenwäldle nach Schorndorf geholt und kann dort im Röhm jederzeit besucht werden.

    Remsus_Röhm_März 2016

...dass es in der Rems eine "Kaffeeinsel" gibt?

  • In Plüderhausen entstand 1750 durch den Bau des Mühlkanals eine künstliche Insel zwischen der Rems und dem unteren Mühlbach – der „Mühlwasen“. Die vorwiegend zwischen 1750 und 1800 erfolgte Bebauung des Mühlwasens mit Söldner- und Taglöhnerhäuschen stand vermutlich im Zusammenhang mit dem Bau der Mühle (1746) und der für Plüderhausen wichtigen Holzverarbeitung und Flößerei. Im Volksmund wird der Mühlwasen auch „Kaffeeinsel“ oder „Insel Blumenau“ genannt. Die Geschichte dahinter: Einer der Inselbewohner soll einst nach Brasilien ausgewandert sein. Er kehrte wegen einer Krankheit aber schon nach zwei Jahren zurück. Da er sich während seines Aufenthalts in Brasilien im dortigen Blumenau als Kaffeepflanzer verdingt hatte, nannte man den Mühlwasen nach seiner Heimkehr eben „Kaffeeinsel".

    Mühlbach Plüderhausen_1978

...dass es im Remstal sehr viele Remsgöckel gibt?

  • Und zwar laut Statistischem Landesamt genau 4.212 „Remsgöckel“. Die Mögglinger tragen nämlich diesen Spitznamen, so wie auch die Einwohner der Nachbarorte einen eigenen Spitznamen haben – die Heubacher sind beispielsweise die „Mondstupfler“.
    In Mögglingen heißt der Karnevalsverein, der am 6.2. den „Remsgockelball“ veranstaltet hat, selbstverständlich „Mögglauer Remsgöckel e.V.“. Aber auch außerhalb der fünften Jahreszeit ist der Spitzname präsent: Seit der 850-Jahr-Feier im Jahr 1993 zieren wasserspeiende „Remsgöckel“ den Brunnen am Marktplatz.

    Brunnen am Marktplatz-05_c_Gemeinde Mögglingen 2016

…dass es im Remstal ein Skigebiet gibt?

  • In Essingen am Remsursprung sind bei winterlichen Bedingungen bis zu 80 Kilometer Langlaufloipe gespurt und die Skilifte Hirtenteich in Betrieb. Das größte Skigebiet im Ostalbkreis bietet sechs Abfahrten – vier davon mit Flutlicht. Und wer nach einem fröhlichen Tag auf der Piste etwas Ruhe sucht, der findet sie im fünf Hektar großen Schlosspark mitten in Essingen.

    Ski im Schnee_295x196

…warum Winterbach Winterbach heißt?

  • Nicht etwa, weil es hier das ganze Jahr über winterlich kalt ist. Schon eher, weil es hier auch im Winter am Bach wunderschön ist. Die gängigste Erklärung unter verschiedenen Theorien hängt mit der Lage am Schurwald zusammen: Der Ort liegt an der Nordseite, sozusagen an der „Winterseite“. Zudem fließt der Lehnenbach von der „Winterseite“ her in die Rems. Da es nicht immer winterlich zugeht, gilt das Gemeinde-Motto ganzjährig: „Sonniges Winterbach“.

    Winterbach im Winter_295x196

...dass es im Remstal 351 Naturdenkmäler gibt?

  • Unter den Naturdenkmälern im Remstal sind jede Menge Linden zu finden, aber auch ein Erlenwäldchen, der Hammelbrunnen mit Schwarzpappel, der Hohlweg "Hannjockel" oder „Arboretum und Wellingtonien am Goldboden“ und viele weitere Orte mit zauberhaften Namen.

    Naturdenkmal_Schild_RGS2019

...dass die Landesgeschichte in Weinstadt erlebbar ist?

  • Im Württemberg-Haus im Stadtteil Beutelsbach hat die Stadt Weinstadt zwei neue Museen eröffnet: Ein Museum beleuchtet die Ursprünge des Herrschergeschlechts der Württemberger, die vor ihrem Umzug nach Stuttgart im 11. Jahrhundert auf dem Kappelberg bei Beutelsbach residierten. Im zweiten Museum finden sich Exponate und Dokumente zum Beutelsbacher Bauernaufstand des Armen Konrad im Jahr 1514.

    Württemberghaus Beutelsbach_295x196


…dass das Remstal im Herbst besonders schön ist?

  • Natürlich wussten Sie das schon! Man muss ja nur aus dem Fenster blicken oder durch die bunten Weinberge spazieren. Das Abschluss-Wochenende unserer Gartenschau am 27. Oktober 2019 ist also richtig gelegt, nämlich tief in den bunten Remstal-Herbst hinein…

    Kernen, Rundweg_Herbst 2015 (11)

...dass der Remstal-Höhenweg 226 Kilometer schönstes Remstal-Feeling bietet?

  • Der 226 km lange Remstal-Höhenweg bietet Wandergenuss auf Halbhöhenlage rechts und links der Rems durch Weinberge, Streuobstwiesen, historische Städte und sympathische Dörfer. Der ausgeschilderte Wanderweg führt vom Kappelberg in Fellbach entlang der Rems zur Remsquelle in Essingen. Von dort geht es nördlich der Rems zurück bis zur Mündung bei Neckarrems. Der Tourismusverein Remstal-Route schlägt 12 abwechslungsreiche Etappen mit einer Länge von jeweils 14 bis 22 Kilometern vor. Wer alle 12 Etappen abgewandert hat, kann stolze 5.943 Höhenmeter im Aufstieg, 6.034 Höhenmeter im Abstieg und eine Wanderzeit von ca. 86 Stunden vorweisen.

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...dass der „Vater des Automobils“ in Schorndorf geboren wurde?

  • Gottlieb Daimler, der Erfinder des schnelllaufenden Benzinmotors, ist der berühmteste Sohn der Stadt Schorndorf. Ein Besuch im Geburtshaus in der Stadtmitte gibt Einblicke in das Leben des schwäbischen Tüftlers. Auch das Stadtmuseum und die Galerien für Kunst und Technik informieren über Daimler in Verbindung mit der Stadtgeschichte.

...dass das Lied „Muss I denn zum Städtele hinaus“ aus dem Remstal stammt?

  • Gleich mehrere bekannte Lieder stammen aus der Feder von Friedrich Silcher, der am 27. Juni 1789 im Schulhaus in Schnait geboren wurde. Nach seinen Jahren als Lehrjunge in Geradstetten und als „Schulknecht“ in Fellbach kam er 1806 als Lehrgehilfe nach Schorndorf. Von dort führte ihn sein Weg als Musikpädagoge über Ludwigsburg nach Tübingen, wo er ab 1817 als erster Musikdirektor an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen wirkte. Heute ist er uns vor allem als Komponist und Sammler von Volksliedern bekannt. Silchers Geburtshaus in Schnait ist heute übrigens eine Gedenkstätte mit Museum, das dem Leben und Wirken unseres Remstaler Musikers gewidmet ist.
    Kennen Sie auch diese Lieder von Friedrich Silcher? „Alle Jahre wieder“, „Die Lorelei“, „Jetzt gang i ans Brünnele“, „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“, „Zu dir zieht’s mi hin“ …

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...dass „Morgensand und Seelachen“ im Remstal liegt?

  • Hinter dem verwunschenen Namen „Morgensand und Seelachen“ verbirgt sich die Bezeichnung für ein Naturschutzgebiet im Remstal. Die 40,5ha große Fläche liegt auf dem Gebiet der Stadt Schorndorf und der Gemeinde Urbach. „Schutzzweck ist die Erhaltung und Förderung eines vielfältigen Lebensraumes in der Talaue der Rems mit einem Abschnitt deren Laufes, dem naturnah mäandrischen Unterlauf der Wieslauf, mehreren Baggerseen sowie Wiesen-, Gehölz- und Sukzessionsflächen und die Bewahrung der vorhandenen und künftig sich ansiedelnden Flora und Fauna vor Beeinträchtigungen und Störungen aller Art“, so die offizielle Beschreibung.

...dass es in Böbingen eine Lourdes-Grotte gibt?

  • Im Remstal findet sich eine Nachbildung der Grotte von Massabielle bei Lourdes, wo eine Madonnenfigur an die Marienerscheinung von 1858 erinnert. Ab dem 19. Jahrhundert wurde auch in Baden-Württemberg die Grotte von Lourdes nachgebaut, entweder durch natürliche Felsbildungen oder künstlich errichtete Grotten. Neben der 1935/36 entstandenen Lourdesgrotte erinnert in Böbingen das rekonstruierte Römerkastell an die Geschichte der Gemeinde. Den historischen Hintergrund bildet ein Heerlager, das zur Römerzeit von 500 Soldaten bevölkert war und sowohl Tempel als auch Badeanlage aufwies.

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...dass „Remseck am Neckar“ an der Rems und "Fellbach" am Neckar liegt?

  • Die Rems durchfließt Remseck am Neckar und mündet im Stadtteil Neckarrems als rechter Nebenfluss in den Necker. Mit diesem fließt das Rems-Wasser nach 78 km Remstal dann weiter bis in den Rhein. Und wussten Sie, dass neben Remseck auch die Gartenschau-Kommune Fellbach am Neckar liegt? Am Ende des Weidachtals liegen einige hundert Meter Neckarufer, die seit 2009 renaturiert sind. Das begehbare Kunstwerk „Landungsbrücke Fellbach“ macht den Abschnitt doppelt attraktiv.

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…dass Essingen einen (Schau-)Wengert angelegt hat!

  • Die Gemeinde Essingen verfolgt für die Remstal Gartenschau 2019 ein spannendes Projekt: Kurz nach der Rems-Quelle wurde in den vergangenen Wochen ein (Schau-)„Wengert“ mit der Rebsorte „Solaris“ angelegt. Dieser „Wengert“ hat Symbolcharakter und steht auch für den Weinbau im Remstal. Der Name „Solaris“ leitet sich von der Sonne ab, die der Sorte aufgrund ihrer Kraft zu einer frühen Reife und zu einer hohen Zuckerleistung verhilft. Eine kleine Trockensteinmauer, die in nächster Zeit noch errichtet wird, rundet den Wengert und das Projekt ab. Der (Schau-) „Wengert“ in Essingen ist gleichzeitig auch der östlichste des Remstals und wir dürfen gespannt sein, ob es für einen guten Tropfen zur Eröffnung der Remstal Gartenschau 2019 reicht. Prominente und fachkundige Unterstützung aus dem Remstal ist sicher: das bekannte Fellbacher Weingut Aldinger unterstützt bei der Planung und Pflege des Weinbergs, der auch direkt am zukünftigen neuen Radweg liegt.

    Essingen Schau-Wengert_2015_klein

…dass es in Remseck tierische Rathaus-Security gibt?

  • In Remseck am Neckar wird das Rathaus gut bewacht von einem stolzen Gänserich. Der ehrenamtliche Mitarbeiter der Rathaus-Security hört (manchmal) auf den Namen Franz und hat sich schon mächtig Respekt verschafft bei Besuchern und Mitarbeitern. Wir gönnen ihm den schönen Platz an der Mündung der Rems.

    2015-05-12_Remseck Rathaus Security

…dass es in Kernen Römer gibt?

  • Die Gemeinde Kernen besteht aus den zwei Ortsteilen Rommelshausen und Stetten. Die Einwohner von Stetten sind die Stettener und die aus Rommelshausen nennen sich Römer. Der Ortsname Kernen, den die Römer und Stettener seit 1975 tragen, leitet sich übrigens aus der gleichnamigen Bezeichnung der höchsten Erhebung des Schurwalds (513 Meter) ab. Diese ist vor allem als Ausflugsziel bekannt durch den Kernen-Turm, der einen schönen Ausblick ins Remstal bietet.

...vom neuen Abschnitt auf dem Remstalradweg

  • Der Remstalradweg zwischen Waiblingen und Remseck hat ein neues Teilstück. Bei herrlichem Frühlingswetter hat Herr Beier, Geschäftsbereichsleiter Mobilität bei der Remstal Gartenschau 2019 GmbH ihn gleich getestet. Sein Fazit: "Es war ein herrlicher Radelnachmittag vorbei am Steinbruch bei Remseck auf einem tiptop Radweg."

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...dass die Rems mehr als 40 Zuflüsse hat?

  • Auf ihrem 78km langen Weg von Essingen bis Remseck fließen über 40 größere und kleinere Zuflüsse in die Rems. Um nur ein paar zu nennen: Alte Rems, Sulzbach, Klotzbach, Büchelesbach, Josephsbach, Beutenbach, Walkersbach, Eichenbach, Urbach, Schornbach, Krebsbach, Zehntbach, Gundelsbach, Heppach, Schüttelgraben, Sörenbach, Erbach.
    Sie kennen noch mehr oder haben aktuelle Fotos? Dann schreiben Sie uns doch an info@remstal2019.de

...wo Wassertrüdingen ist?

  • Der bayrische Ort liegt ca. 64 km von Essingen und dem Rems-Ursprung entfernt. Warum interessiert uns das...?! Na, weil dort am Hesselberg auch im Jahr 2019 eine Gartenschau stattfinden wird. Und weil man bestimmt mit dem Rad vom Remstal ins bayrische Wassertrüdingen radeln kann. Sie kennen einen schönen Weg und möchten ihn uns mitteilen? info@remstal2019.de

  • Remstal Gartenschau 2019 GmbH
  • Urbanstraße 24
  • 73614 Schorndorf